Ericsson zeigt LTE in Live-Netzwerk in Düsseldorf
Mobiles Breitband wird zum Massenmarkt. Immer mehr Verbraucher nutzen USB-Modems, PCMCIA-Karten oder HSPA-fähige Handys oder Smartphones. Ab der zweiten Jahreshälfte 2008 kommen Notebooks von Lenovo, Dell und anderen namhaften Herstellern mit eingebauten HSPA-Chipsätzen von Ericsson auf den Markt. Überall dort, wo wie in Österreich oder Schweden mobiles Breitband zum Preis von DSL angeboten wird, explodiert bereits die Kundennutzung.
Im Frühsommer 2008 hat Ericsson in Düsseldorf europäischen Mobilfunkbetreibern LTE (Long Term Evolution) in einem eigens dafür aufgebauten Live Mobilfunknetz auf dem 2,6 GHz Frequenzband demonstriert, das 2009 auch in Deutschland zur Auktion kommen soll. Neben einer Reihe von Anwendungen, die von den hohen Bandbreiten von bis zu 160 Mbit/s im Downlink und bis zu 50 Mbit/s im Uplink profitieren - HDTV, Videodownload, Web 2.0, HD Videoconferencing, Online Gaming - standen dabei sowohl Fragen der Netzarchitektur im Mittelpunkt als auch Fragen nach der Verfügbarkeit.
Mit "Berta" demonstrierte Ericsson als erster Anbieter überhaupt einen Prototypen eines mobilen Endgerätes. Berta - maßgeblich am Ericsson Mobile Platforms Forschungs- und Entwicklungsstandort Nürnberg entwickelt - basiert auf einer Vorversion der für 2009 angekündigten LTE-Plattform für mobile Endgeräte M700. Zukünftig wird damit alles das, was heute noch einen stationären Kabel-, DSL- oder Glasfaseranschluss braucht, auch mobil nutzbar. Der Mobilfunk wird nach dem Handy und Notebook dann auch tragbare Spielekonsolen, DVD/TV Player, HD-Videokameras, Photoapparate erobern.
LTE wird von Ericsson voraussichtlich Ende 2009 verfügbar sein. Erste Mobilfunknetze werden voraussichtlich 2010 kommerziell in Betrieb genommen.
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