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Archiv 2006 
Presse - Information: 5. Juni 2006

Ericssons VDSL2 Produkteinführung beschleunigt den Ausbau von IPTV mit interaktivem HDTV

Ericsson startet jetzt mit einem völlig neuartigen "Fiber-to-the-Neighbour-hood/Curb" Konzept für seine EDA-Plattform (Ethernet DSL Access). Auf der Basis des neuen VDSL2-Standards ermöglicht die breitbandige Zugangs-technologie im Kupferkabel Leistungen wie bei Glasfaserleitungen.

Die Leistungsfähigkeit des VDSL2 aus der EDA Familie ist zehnmal höher als die der bisher eingesetzten Technologien aus der innovativen EDA Reihe.

"Der Übergang von ADSL2plus zu VDSL2 bringt eine Verzehnfachung der Produkt-performance", erklärt Martin Mellor, Vice President des Produktbereichs Broadband Access bei Ericsson. Dank der hervorragenden Arbeit der Entwicklungsabteilung von Ericsson wurde eine "short time to market" erst möglich gemacht."

Mit diesem völlig neuen Konzept für Standortlösungen ermöglicht Ericsson den Betreibern den Einsatz von VDSL2 in Fiber-to-the-Neighbourhood/Curb-Lösungen.

Eine kürzere Kupferstrecke erhöht die Kapazität. Auf diese Weise können  Gebiete mit geringer Glasfaserdichte jetzt auch mit breitbandigen Zugängen ausgerüstet werden.

Netzbetreiber in aller Welt warten nur auf diese Möglichkeit, ihre Kupfernetze auf-zurüsten, um IPTV mit mehreren Streams für das interaktive HDTV anbieten zu können. Alle Bemühungen, DSL in den Kabelverzweiger zu verlagern, sind bisher an den damit verbunden Kosten oder an der nicht verfügbaren Technologie gescheitert.

Die Reduzierung der Gesamtkosten ist für den Netzbetreiber ein weiterer wichtiger Punkt, wenn es darum geht, DSL näher zum Kunden zu bringen. Die Zugangsknoten werden zu diesem Zweck in die Verteilerkästen (Streetcabinets) eingebaut. "Indem wir die gesamte Technologie in die Verteilerkästen verlagern, wird das Netz weniger komplex und daher auch weniger kostspielig", fährt Mellor fort. "So wird es für die Betreiber interessant, die Einführung HDTV-fähiger Zugangsnetze zu beschleunigen."

Das neue VDSL2-Produkt von Ericsson ist so optimiert, dass die produkt- und standortbezogenen Kosten möglichst gering ausfallen.

Die neue VDSL2-Produktinnovation von Ericsson profitiert von den Erfahrungen, die das Unternehmen seit 2002 bei der Einrichtung von EDA-Netzen gemacht hat. Sie ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung zu breitbandigen Ende-zu-Ende-Lösungen im Rahmen der neuen TR-101-Architekturen.

Ericssons VDSL2-Geräte haben seit 2005 zahlreiche Feldtests durchlaufen. Jetzt, da VDSL2 ausgereift ist und die Interoperabilität gewährleistet ist, können sie auch kommerziell eingesetzt werden.

HINTERGRUND:
Ericsson definiert und gestaltet die Zukunft des mobilen Internet und der multimedialen Breitbandkommunikation und stattet seine Kunden mit den führenden Technologien aus. Ericsson bietet seine innovativen Produkte in mehr als 140 Ländern an.

Ethernet DSL Access von Ericsson
Die EDA-Technologie von Ericsson ist in der gesamten Telekommunikationsbranche führend und unterstützt auch Dienste mit hohem Bandbreitenbedarf. Spezielle Mechanismen zur Qualitätssicherung sorgen seit 2002 auch bei anspruchsvollen Videoanwendungen für optimale Übertragung. Als IP-DSLAM mit der besten Skalierbarkeit auf dem Markt bietet EDA Netzbetreibern viel mehr als IP-Verbindungen. So können sie ihren Privat- und Geschäftskunden kosteneffiziente und zukunftssichere Triple-Play- oder Office-Dienste anbieten. Mit über 90 Netzen ist EDA von Ericsson der am häufigsten eingesetzte IP-DSLAM der Welt. Die Einführung einer Lösung mit der zehnfachen Leistung und neuen Fähigkeiten macht EDA zur besten verfügbaren Lösung für die Verlagerung  von VDSL2 in die Verteilerkästen.

Der VDSL2 Standard
Der VDSL2 Standard würde kürzlich von der ITU-T als G993.2 definiert. Er vereint die Merkmale von VDSL1 und ADSL2plus und ist in mehreren Profilen für verschiedene Zugangsanwendungen verfügbar. VDSL2 unterstützt in Kupferkabeln parallele Dienste bis zu 100 Mbit/s. Als Multiplexing-Technologie für die ersten Meile wird Ethernet eingesetzt. Der Verzicht auf ATM in diesem Bereich bedeutet eine vereinfachte Zugangsarchitektur. Da der gesamten Access über Ethernet abgewickelt wird, können alle Dienste in diesem Bereich über VLANs bereitgestellt werden. VDSL2 ist vollständig kompatibel zu allen früheren ADSL-Generationen. Ericsson arbeitet aktiv daran mit, VDSL2 und andere vollständig kompatible Standards so schnell wie möglich umzusetzen.

Die TR-101 Architektur
In seinem kürzlich veröffentlichten Technical Report 101 beschäftigt sich das DSL-Forum mit dem Einsatz von Ethernet zur Aggregation in Breitbandnetzen.
Standardisierte Mechanismen zur Absicherung der Dienstqualität garantieren auch in Netzen mit Ausrüstungen unterschiedlicher Hersteller eine Verbindungsfähigkeit jenseits von Best-Effort. Ericsson hat die TR-101 Spzifikationen entscheidend mitgestaltet.

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