Ercisson CEO: HSPA-Netzbetreiber profitieren am meisten vom mobilen Massenmarkt
HSPA (High-Speed Packet Access) bietet Netzbetreibern entscheidende Vorteile gegenüber Wettbewerbern, erklärte Carl-Henric Svanberg, Präsident und CEO von Ericsson auf dem Strategie- und Technologiegipfel seines Unternehmens in Tokio. Keine andere Hochgeschwindigkeits-Mobilfunktechnologie verfügt über eine vergleichbare Reichweite.
130 Netzbetreiber in 60 Ländern haben sich bereits für HSPA entschieden, um damit den Massenmarkt für mobile Breitbanddienste zu erschließen. Bestehende WCDMA-Netze (UMTS) lassen sich durch einen Software-Upgrade schnell und einfach auf HSPA aufrüsten. Weltweit nutzen rund 85 Millionen Menschen bereits WCDMA.
„HSPA bietet dieselben Vorteile für mobile Breitbandangebote, die GSM bereits zum Katalysator für den Massenmarkt Mobiltelefonie gemacht haben“, sagte Svanberg. „Die Menschen können schon bald über jeden Bildschirm und jedes Endgerät ihrer Wahl auf Internet, Fernsehen, Spiele und andere Multimediadienste zugreifen. Dafür sorgen zum einen die breite weltweite Basis von GSM-Netzen (über 80 Prozent aller Mobilfunknetze basieren auf der Technologiefamilie GSM/EDGE/UMTS/HSPA), die damit verbundenen Skalen- und damit Kostenvorteile und eine große Vielfalt kompatibler Endgeräte.“
Bis dato war das erstaunliche Wachstum des Mobilfunkmarktes in erster Linie auf mobile Telefondienste zurückzuführen. Die wichtigsten Hindernisse für mobile Datendienste bildeten bisher Preis, Geschwindigkeit und die Qualität der Inhalte. Jetzt, da diese Probleme überwunden werden, müssen sich die Betreiber auf immer anspruchsvollere Kunden einstellen.
„Netzbetreiber müssen einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, über den sie ihren Kunden jeden beliebigen Dienst auf jedem beliebigen Endgerät anbieten können – unabhängig davon, wo sich der Teilnehmer gerade befindet“, erklärte Svanberg. „Die Verbraucher haben sich an zuverlässige, benutzerfreundliche Internetdienste gewöhnt. Jetzt liegt es an den Betreibern, dieselbe Qualität auch im Mobilfunk zu gewährleisten.“
„So entsteht ein neuer Vertriebskanal für Inhalte,“ fuhr Svanberg fort. „Mobiles Fernsehen ist schon jetzt rund um die Welt in vielen Netzen verfügbar. Musik, Spiele und die im Internet beliebten Online-Communities werden mit Sicherheit bald folgen. Die Zahl der Mobilfunknutzer erreicht schon bald die 3-Milliarden-Marke. Im Vergleich dazu steckt das Phänomen der mobilen Inhalte noch in den Kinderschuhen.“
Die durch IMS (IP Multimedia Subsystem) gewährleistete Dienstestabilität ist mindestens genauso wichtig wie die hohen Übertragungsgeschwindigkeiten durch HSPA. Gemeinsam werden diese beiden Technologien die Angebotsqualität garantieren, die von den Verbrauchern erwartet wird. Breitbanddienste sind dann schnell, günstig und ohne Risiken überall und auf jedem Endgerät verfügbar, unabhängig davon, über welche Zugangstechnologie sie genutzt werden.