Ericsson und Telstra testen erstes optisches Übertragungsnetz mit 40 Gbit/s
Ericsson und Telstra haben in Australien den weltweit ersten Feldversuch mit einem 40 Gbit/s schnellen optischen Netz der nächsten Generation beendet.
Im Rahmen dieses Testlaufs haben die beiden Unternehmen bewiesen, dass das bestehende DWDM-Netz von Telstra von 10 Gbit/s ohne größere Änderungen auf 40 Gbit/s erweitert werden kann.
"Dieser Feldversuch ist ein Teil der Zukunftsplanung, mit der Telstra auf den zu erwatenden Anstieg im Datenverkehr der Metropolen reagiert", sagt Dan Burns, Executive Managing Director für Netze und Technik bei Telstra. "Damit zeigen wir, wie leistungsstark das Next IP-Netz von Telstra ist. Gleichzeitig positioniert sich Telstra als Trendsetter bei der Einrichtung von Hochleistungs-Weitverkehrsnetzen."
"Mit 40 Gbit/s zwischen den IP-Routern im Kernnetz von Telstra können wir unsere Netzkapazität an den zunehmenden IP-Verkehr anpassen", fährt Burns fort.
Der Versuch wurde im bestehenden 10 Gbit/s-Glasfasernetz von Telstra zwischen Sydney und Melbourne durchgeführt. Die Strecke umfasst 1.121 km Küsten-/Seekabel und 1.244 km Überlandkabel.
Bill Zikou, CEO von Ericsson Australia and New Zewland erklärte, der Versuch sei ohne technische Veränderungen an dem bestehenden 10 Gbit/s-Glasfasernetz durchgeführt worden.
"Die DWDM-Lösung basiert auf dem Marconi MHL3000 von Ericsson. Mit dieser Technologie kann die Netzkapazität kostengünstig erhöht werden, ohne den Betrieb unterbrechen zu müssen", fügte er hinzu.
Mit dieser leistungsstarken und besonders skalierbaren optischen Lösung können Netzbetreiber auf den wachsenden Bandbreitenbedarf reagieren, der durch die neuen paket-basierten Full-Service-Broadband-Anwendungen hervorgerufen wird. Das gilt für Privat- und Geschäftskunden genauso wie im Mobilfunk.
Die wichtigste Innovation bei der 40 Gbit/s-Übertragungstechnologie von Ericsson ist ein neues Modulationsverfahren, das sich besonders robust gegenüber der PMD (Polarization Mode Dispersion) verhält. Diese charakteristische Eigenschaft von Glasfasernetzen hatte bisher optische Hochgeschwindigkeitsübertragungen erschwert.
Ericsson stellt in Australien seit einigen Jahren die Übertragungsinfrastruktur für Telstra bereit. Sie ist ein Teil des Next IP™-Netzes von Telstra, das die wichtigsten Städte des Kontinents miteinander verbindet. Dort ist sie mit Netzkomponenten anderer Ausrüster verbunden, die vor kurzem installiert wurden.