Ericsson und Columbia University arbeiten beim Millenium-Villages-Projekt zusammen
Der weltweit führende Telekommunikationsausrüster Ericsson und das Earth Institute der US-amerikanischen Columbia University arbeiten beim Millenium-Villages-Projekt zusammen. Die Partner wollen im Rahmen des Projekts rund 400.000 Bewohnern in zehn afrikanischen Ländern Zugang zu Mobilfunk und Internet verschaffen.
Das Millenium-Villages-Projekt ist eine vom Gemeinschaftsgedanken geprägte Initiative, um ländliche Siedlungen in Afrika aus der extremen Armut herauszubringen, in der hunderte Millionen Menschen auf dem Kontinent gefangen sind. Das Projekt läuft zur Zeit in rund 79 Dörfern mit jeweils rund 5.000 Einwohnern. Es sucht Lösungswege für Probleme in Landwirtschaft, Gesundheit, Ausbildung, Infrastruktur, Gleichberechtigung, Geschäftsentwicklung und anderen lebenswichtigen Bereichen. Das Millenium-Villages-Projekt ist eine Partnerschaft zwischen dem Earth Institute, Millenium Promise und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP).
Carl-Henric Svanberg, President und CEO von Ericsson, sagt: "Unser Engagement bei Millenium Villages gehört zu unserer Vision, Antriebskraft in einer Welt umfassender Kommunikation zu sein. Wir können dabei unsere Technologie für sozialen, ökonomischen und ökologischen Fortschritt einsetzen, während wir gleichzeitig das Geschäft in aufstrebenden Märkten fördern.
Das Earth Institute unter der Leitung von Jeffrey Sachs hat durch seine Initiativen schon erstaunliches für diese Communities erreicht. Die Versorgung dieser aufstrebenden Dörfer mit Mobilfunk wird nicht nur ihre grundlegende Infrastruktur wie Gesundheitsversorgung, Ausbildung und Sicherheit verbessern, sondern auch Grundstein für die Förderung von Wirtschaftswachstum und Entwicklung vor Ort sein."
Die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologie spielt beim Durchbrechen des Armutskreislaufs eine entscheidende Rolle. Rund um die Welt zeigt sich, dass Mobiltechnologien wichtige Werkzeuge sind, um Informationen auszutauschen und Keimzellen unternehmerischen Handels in armen, ländlichen Siedlungen zu schaffen. Gleichzeitig verbessern und verbreitern sie bestehende Ausbildungssysteme, Gesundheitswesen und Geschäftsleben. Wenn die ersten Anstrengungen in den Millenium Villages erfolgreich sind, können Kommunikationstechnologien dabei helfen, den Kampf gegen die Armut einen Schritt voranzubringen.
Jeffrey Sachs, der gleichzeitig Sonderberater des UN-Generalsekretärs ist, sagt: "Wir freuen uns darüber, mit einem führenden Unternehmen wie Ericsson zusammenzuarbeiten. Gemeinsam werden wir weitere Schritte zum Ziel des Millenium-Development-Programms tun, extreme Armut und Hunger durch Verbesserung von Ausbildung, Gesundheit, Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit bis 2015 zu halbieren.
Mit 3 Milliarden Teilnehmern weltweit spielt das Mobiltelefon als eines der mächtigsten Werkzeuge eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die Armut - besonders für arme Siedlungen in abgelegenen Gebieten. Mobiltechnologie macht nicht nur die Kommunikation über Grenzen hinweg einfacher, sie ist auch eine treibende Kraft für wirtschaftliches Wachstum."
Als führender Telekommunikationsausrüster in Afrika wird Ericsson seine Verbindungen zu afrikanischen Netzbetreibern wie MTN und Zain (vormals MTC) und der Tochtergesellschaft Celtel nutzen, um eine umfassende Telekommunikationsstrategie für die Dörfer zu entwickeln. Dadurch wird die Netzabdeckung der ausgewählten Gebiete gewährleistet.
Ericsson wird außerdem eng mit den Netzbetreibern zusammenarbeiten, um Telekommunikationsdienste und -anwendungen nach den Bedürfnissen der Dörfer zu entwickeln. Zum Beispiel wird Ericsson seine Produkte und Lösungen einsetzen, um die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern, Grundbedürfnisse beim Kampf gegen AIDS und Malaria abzudecken, Internetanbindungen für Schulen zu realisieren, die Entwicklung der Landwirtschaft voranzubringen und die Kommunikation in Notfällen zu gewährleisten.
Ericsson wird außerdem die Versorgung abgelegener und ressourcenarmer Gegenden durch den Einsatz erneuerbarer Energien fördern. Entsprechende Projekte sind bereits in anderen aufstrebenden Märkten wie Indien realisiert worden.
In der ersten Phase der Partnerschaft werden Ericsson und Sony Ericsson eine Reihe mobiler und fester drahtloser Telefone in den Dörfern installieren, um die Vorteile der Telekommunikation für Landwirtschaft, Erziehung und Infrastruktur verfügbar zu machen. Ericsson und Sony Ericsson haben gemeinsam eine Gemeinschafts-Solar-Ladestation für Mobiltelefone entwickelt, die jedem Dorf zur Verfügung gestellt wird. Mit diesem neuen Produkt können mindestens 30 Mobiltelefone pro Tag und davon acht gleichzeitig geladen werden.
Hinweis für die Redaktion
Fotos von Jeffrey Sachs und Millenium Villages können heruntergeladen werden unter:
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Fotos von Carl-Henric Svanberg sind verfügbar unter:
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