Ericsson versorgt Flüchtlingslager in Uganda mit mobiler Sprach- und Datenübertragung
Ericsson wird Flüchtlingslager im Norden von Uganda an mobile Telekommunikations- und Datennetze anschließen. Bei dem Refugee Connectivity Project im Distrikt Adjumani arbeitet der weltweit führende Telekommunikationsausrüster eng mit dem Entwicklungsfond der GSMA, dem örtlichen Netzbetreiber MTN Uganda und dem Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. In den Lagern besteht ein dringendes Bedürfnis nach bezahlbaren Kommunikationslösungen.
Mit dem Refugee Connectivity Project wollen die Kooperationspartner beweisen, dass Flüchtlingslager und -siedlungen günstig und nachhaltig an mobile Sprach- und Datennetze angebunden werden können. Das Projekt in Uganda soll als Initialzündung für andere ähnliche Vorhaben dienen. Funktionierende Telekommunikation ist für viele Anliegen der Flüchtlinge unentbehrlich. Sie unterstützt zum Beispiel Familienzusammenführung, Erziehung, medizinische Versorgung und liefert auch wirtschaftliche Impulse.
"Mit diesem Projekt unterstützten wir Not leidende Menschen in ihrem fundamentalen Bedürfnis nach Kommunikation", erklärt Carl-Henric Svanberg, Präsident und CEO von Ericsson. "Unser Engagement für dieses Pilotprojekt ist Teil unserer Vision von einer Welt in der jeder mit jedem kommunizieren kann. Wir hoffen, dass dadurch auch die wirtschaftliche Entwicklung in diesem Teil von Uganda vorangetrieben wird. "
"Durch die Unterstützung von Ericsson verschaffen wir Flüchtlingslagern den dringend benötigten Zugang zu mobilen Übertragungsnetzen", sagt António Guterres, Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen. "Aufgabe des UNHCR ist es, die Rechte der Flüchtlinge zu schützen und für ihr Wohlergehen zu sorgen. Über Telekommunikationsnetze können die Flüchtlinge nicht nur mit Familien und Gemeinden in der Heimat Kontakt aufnehmen. Sie unterstützt auch Erziehungsmaßnahmen und unternehmerisches Denken. So schafft der Mobilfunk neue Chancen und gibt den Menschen Hoffnung."
"Kommunikation ist ein Grundbedürfnis des Menschen", sagt Rob Conway, CEO von GSMA. "Daher ist es wichtig, alles zu unternehmen, damit auch Flüchtlinge die Möglichkeit erhalten, mit anderen in Kontakt zu treten. Mobilfunk ist der einzige wirtschaftlich und technisch machbare Weg, die Einwohner der Lager mit der Welt zu verbinden. So können sie Kontakt zu ihren Verwandten aufnehmen, medizinische Hilfe anfordern, unternehmerisch tätig werden und vor allem ihren Kindern Bildung vermitteln."
Im Rahmen des Projekts wird Ericsson bestehende GSM-Netze in Gebiete ausweiten, die bisher nicht an eine Mobilfunkinfrastruktur angeschlossen waren. In anderen Gebieten werden die Netze so aufgerüstet, dass sie neben der Sprach- auch die Datenübertragung unterstützen. Ericsson liefert dabei nicht nur die nötige Technologie. Das Unternehmen sorgt auch für die Energieversorgung aus alternativen Quellen, entwickelt die nötigen Mobilfunkanwendungen und stellt in Zusammenarbeit mit Sony Ericsson die Mobiltelefone bereit.
"Für die Flüchtlinge und die Helfer in den Lagern sind Mobiltelefone oft die einzige Möglichkeit, mit der Außenwelt in Kontakt zu treten", sagt Miles Flint von Sony Ericsson. "Daher sind wir stolz darauf, dass wir unseren Teil dazu beitragen können, diesen Menschen ihr Leben zu erleichtern."
"Dieses Projekt macht deutlich, wie die GSM-Technologie den Lebensstandard in den entlegensten und ärmsten Regionen des afrikanischen Kontinents erhöhen kann", erklärt Noel Meier, CEO von MTN Uganda. "Daher sind wir froh, dass wir dieses wichtige Pilotprojekt in unserem Land unterstützen können."
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Ericsson definiert und gestaltet die Zukunft des mobilen Internet und der multimedialen Breitbandkommunikation und stattet seine Kunden mit den führenden Technologien aus. Ericsson bietet seine innovativen Produkte in mehr als 140 Ländern an.
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Der Weltverband GSMA vertritt rund 700 GSM-Mobilfunkbetreiber aus 218 Ländern. Die Initiativen der Organisation werden auch von rund 200 Herstellern und Ausrüstern unterstützt.
Der Entwicklungsfond der GSMA wurde im Oktober 2005 mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Rolle der Mobilfunktechnologie in Hinblick auf die Umwelt, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen zu stärken. Dabei arbeitet er eng mit Unternehmen der Mobilfunkbranche, Regierungen und anderen Institutionen zusammen. Aufgabe des Fond ist die Förderung weltweit umsetzbarer, nachhaltiger Lösungsansätze. Der Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf der praktischen Umsetzung. Das Wissen und die Erfahrung aus diesen Projekten kann für den weiteren Ausbau der Mobilfunktechnologie genutzt werden.