Ericsson verkauft TK-Anlagen-Geschäft für Unternehmenskunden an Aastra Technologies
Ericsson (NASDAQ: ERIC) hat eine Vereinbarung zum Verkauf des TK-Anlagen-Geschäfts an Aastra Technologies geschlossen. Die Vereinbarung schließt den Transfer von rund 630 Mitarbeitern ein, von denen etwa 360 in Schweden tätig sind. Die Transaktion wird voraussichtlich im April 2008 abgeschlossen sein. Ericsson wird sich zukünftig darauf konzentrieren, sein breites Portfolio an Unternehmenslösungen direkt Netzbetreibern und Diensteanbietern anzubieten.
Ericssons Lösungsgeschäft bei TK-Systemen für Unternehmen ist führend im Bereich IP-Telefonanlagen, konvergente PBX-Systeme und Branchenlösungen. Das Produktportfolio umfasst Kommunikationslösungen für Unternehmen jeder Größenordnung, Mobilitätslösungen, Telefon-Endgeräte und Dienste für Unternehmen. Die Umsätze im Jahr 2007 beliefen sich auf etwa 3 Milliarden SEK. Die Kaufsumme beträgt 650 Millionen SEK ohne Aktiva und Passiva. Es wird ein Veräußerungsgewinn von rund SEK 200 Millionen erwartet.
Der strategische Fokus von Ericsson liegt auf dem Geschäft mit Netzbetreibern und Diensteanbietern. Das Geschäft mit TK-Anlagen wird nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens gerechnet. Zudem wird das Geschäft mit TK-Anlagen zunehmend global und bewegt sich eindeutig in Richtung Konsolidierung. Ericsson geht davon aus, dass die TK-Anlagenlösungen maßgeblich zur Steigerung der Kompetenz und zum Wert von Aastra Technologies beitragen wird, indem das Unternehmen durch diese Vereinbarung führende Produkte und einen bedeutenden Kundenstamm übertragen bekommt. Auch für Ericssons Unternehmenskunden, Partner and Mitarbeiter bedeutet das Zusammenführen des führenden Produktportfolios von Ericsson mit dem von Aastra Technologies einen Schritt nach vorn.
Ericsson führt seine Multimedia-Strategie fort und wird sich darauf konzentrieren, sein breites Portfolio an Unternehmensanwendungen direkt an Netzbetreiber und Diensteanbieter zu vermarkten. Strategische Produkte aus der Übernahme von Netwise sollen weiterhin zum Ericsson-Portfolio gehören.
Die Vereinbarung muss noch von den zuständigen Wettbewerbs- und Kartellbehörden gebilligt werden.
SEB Enskilda ist mit der Beratung Ericssons bei der Transaktion beauftragt.