Ericsson zeigt auf der CeBIT den Mobilfunk der nächsten Generation
Mit Live-Demonstrationen zeigt Ericsson (NASDAQ: ERIC) auf der CeBIT 2008 die Zukunft des Mobilfunks. Die nächste Generation heißt LTE (Long Term Evolution) und ermöglicht Datenraten, die die heute am häufigsten genutzen DSL-Anschlüsse im Festnetz übertreffen: Mit der LTE-Technologie lassen sich Datenübertragungsraten von rund 160 Mbit pro Sekunde erreichen. Aber auch bei HSPA (High Speed Packet Access) , dem derzeit aktuellen Standard mobiler Netzwerke, ist die Entwicklung nicht stehen geblieben. Bereits in Kürze werden Downlinkgeschwindigkeiten von bis zu 42 Mbit/s und im Uplink bis zu 12 Mbit/s auf Basis dieser Technologie realisierbar sein..
Auf der CeBIT zeigt Ericsson LTE sowohl am eigenen Stand als auch bei T-Mobile. Das erste Mal werden in Deutschland LTE-Endgeräte für eine Live-Demonstration eingesetzt und damit die schon weit fortgeschrittene Integration der Systeme demonstriert. Die Prototypen-Endgeräte stammen von Ericsson Mobile Platforms in Nürnberg.
LTE wurde von der 3GPP (Third Generation Partnership Project) definiert und stellt den nächsten Entwicklungsschritt bei mobilen Netzstandards dar. Diese Technik wird Anwendern völlig neue Möglichkeiten bei der mobilen Nutzung neuartiger und bereits etablierter Dienste eröffnen. Die neue Technik ermöglicht die komfortable Nutzung sehr anspruchsvoller mobiler Anwendungen, etwa von Videoübertragungen, Blogging, komplexen Spielanwendungen oder Multimedia-Telefonie, die weit über Videotelefonie hinausgeht. Auch im Hinblick auf den professionellen Einsatz durch Geschäftskunden ergeben sich mit LTE völlig neue Möglichkeiten.
Ein wichtiger Vorteil von LTE: Die Technik ist kompatibel mit bereits vorhandenen Zellularfunknetzen. Erst kürzlich hat Ericsson gezeigt, dass die neue LTE-Technologie sowohl im Modus Frequency Division Duplex (FDD, Frequenzduplex) als auch im Modus Time Division Duplex (TDD, Zeitduplex) auf derselben Plattform von Mobilfunkbasisstationen genutzt werden kann. LTE ist die einzige Technologie, die dieselbe Plattform sowohl für gepaarte als auch ungepaarte Funkspektren nutzen kann. Dadurch ergeben sich für Netzbetreiber erhebliche wirtschaftliche Vorteile.
Bereits mit HSPA, der derzeit aktuellen Netztechnologie, sind heute Übertragungsgeschwindigkeiten möglich, die gegenwärtig selbst an vielen DSL-Festnetzanschlüssen nicht erreicht werden. Aktuell liegen die maximalen Downlinkraten mit HSPA-Lösungen von Ericsson bei 14,4 Mbit/s, im Uplink können bis zu 2 Mbit/s erreicht werden. Die weitere Entwicklung von HSPA wird Downlinkgeschwindigkeiten von bis zu 42 Mbit/s ermöglichen, im Uplink werden bis zu 12 Mbit/s erreicht. Am Stand von Vodafone demonstriert Ericsson auf der CeBIT das sogenannte HSPA Evolved mit bis zu 28 Mbit/s im Downlink.
Mobiles Breitband wird immer mehr zu einem Angebot, das den Menschen ganz selbstverständlich zu jeder Zeit und an jedem Ort zur Verfügung steht. Aktuell gibt es weltweit mehr als 160 kommerziell betriebene HSPA-Netze. Die Anzahl der WCDMA/HSPA Nutzer wird voraussichtlich von 179 Millionen (Ende 2007) auf über 1,3 Milliarden bis 2012 anwachsen. Dies schlägt sich nicht nur in der immer stärker zunehmenden Zahl von Handys nieder, die zur Nutzung mobiler Dienste ausgelegt sind.
Auch bei tragbaren Notebook-PCs gehört der Breitbandzugang mittlerweile zu den vom Nutzer ganz selbstverständlich angefragten Leistungsmerkmale. So haben erst kürzlich Ericsson und Lenovo, der drittgrößte PC-Hersteller der Welt, bekannt gegeben, dass ausgewählte Thinkpad-Notebooks von Lenovo ab mitte diesen Jahres werkseitig mit mobilen Breitbandmodulen von Ericsson ausgestattet werden