Ericsson, Zain und das Earth Institute präsentieren Ergebnisse des Millennium Villages-Projekts in Kenia, Uganda und Tansania
Ericsson (NASDAQ: ERIC), Zain und das Earth Institute stellen Mobilfunklösungen für Millennium Villages in Dertu (Kenia), Ruhiira (Uganda) und Mbola (Tansania) zur Verfügung.
Im September 2007 hatten Ericsson, Zain und das Earth Institute an der Columbia University eine Partnerschaft ins Leben gerufen, die das Millennium Villages-Projekt mit Telekommunikationsanschlüssen versorgen soll. Das Projekt hat zum Ziel, die Lebensqualität von rund 400.000 Menschen zu verbessern, die in abgelegenen Dörfern in zehn afrikanischen Staaten leben. Dazu sollen diese Regionen erstmals mit Mobilfunk- und Internetanschlüssen versorgt werden.
Ericsson, führender Telekommunikationsausrüster in Afrika, nutzt hierfür seine engen Beziehungen zu afrikanischen Netzbetreibern wie Zain und dessen Tochtergesellschaft Celtel. Carl-Henric Svanberg, CEO und President von Ericsson: "Das Projekt Millennium Villages beweist auf beeindruckende Art und Weise, welche Vorteile Telefon- und Internetlösungen für Menschen in entlegenen Regionen bieten können. Wir denken, dass die Akzeptanz und Nutzung des Mobilfunks hier noch größer sein wird, als erwartet. Das Projekt ist ein sehr gutes Beispiel für unser Engagement für die Millennium Development Goals der Vereinten Nationen. Es zeigt zudem, wie sich neue Märkte und Geschäftschancen in entlegenen Regionen Afrikas erschließen lassen."
Chris Gabriel, CEO von Celtel, Zain: "Wir möchten die Lebensumstände der Bewohner dieses riesigen Kontinent verbessern. Indem wir moderne Telekommunikationslösungen in entlegene Dörfer Afrikas bringen, zeigen wir außerdem, welche zentrale Rolle der Mobilfunk für die Verbesserung der Lebensqualität in den am wenigsten entwickelten Teilen der Welt spielen kann."
Jeffrey Sachs, Special Advisor des UN-Generalsekretärs und Direktor des Earth Institute der Columbia University: "Mobilfunk dürfte die Technologie sein, die am nachhaltigsten Veränderungsprozesse in afrikanischen Dörfern einleiten kann. Mobilfunk kann nicht nur helfen, den Zugang zu Gesundheits- und Bildungsangeboten zu verbessern. Die Möglichkeiten der mobilen Kommunikation können auch die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig beeinflussen. Dadurch entstehen neue Chancen, extreme Armut zu beseitigen. Wir freuen uns über die vielfältigen Möglichkeiten, die Mobiltelefone für die Gemeinschaften und für den wirtschaftlichen Bereich eröffnen. Davon profitieren nicht nur die Viehzüchter und Bauern, sondern auch Händler, Lehrer und Mitarbeiter im Gesundheitswesen."
In Kenia haben Ericsson und Zain bereits ein vorläufiges Mobilfunknetz in Betrieb genommen, das im Oktober 2008 durch eine dauerhafte Lösung ersetzt werden soll. Betreiber des Netzes wird Zain sein. Im kenianischen Dertu werden derzeit rund 5.000 Menschen erstmals mit Mobilfunk versorgt. In dieser entlegenen Region des Landes, in der vor allem Hirten und Nomaden leben, werden über ein EDGE-Netz Sprach- und Datendienste sowie Mobiltelefone bereitgestellt. Erstmals werden auch neue Applikationen für die Gesundheitsversorgung und die Viehwirtschaft eingeführt. Dabei geht es um die Sammlung von grundlegenden Gesundheitsdaten der einzelnen Haushalte und um die Erfassung des Viehbestandes, für den kürzlich ein umfassendes Impfprogramm durchgeführt wurde.
Das neue Mobilfunknetz, das Ericsson im Oktober ausliefert, nutzt nicht nur Energiesparfunktionen, sondern auch Solar- und Windkraftlösungen zur Stromversorgung der Kommunikationsinfrastruktur. Diese Lösungen werden die Betriebskosten im Vergleich zu Lösungen mit Dieselgeneratoren um bis 80 Prozent reduzieren.
Sony Ericsson hat außerdem Mobiltelefone für die Kliniken der Millennium Villages und für die im Gesundheitswesen tätigen Mitarbeitern der Gemeinden geliefert. Zusammen mit Ericsson wurde ein neues Solarladegerät entwickelt, mit dem sich bis zu 30 Handyakkus pro Tag und acht Mobiltelefone gleichzeitig aufladen lassen.
In Tansania und Uganda haben Zain and Ericsson das vorhandene GSM-Netz mit EDGE-Technologie aufgerüstet und damit die Basisversorgung in der Region verbessert. Zusammen mit stationären Mobilfunklösungen zur Datenübertragung wird dies das mobile Internet in die Schulen und Kliniken bringen. Ericsson beabsichtigt außerdem, die vorhandene Netzversorgung auszuweiten, um mobile Kommunikation für alle 73.000 Menschen zu ermöglichen, die in den beiden Siedlungsgebieten leben.
Ericsson und Sony Ericsson statten die Mitarbeiter der Gemeinden, die im Gesundheitswesen tätig sind, mit Mobiltelefonen aus und haben neue Applikationen im Gesundheitswesen eingeführt, um mobiles Lernen zu ermöglichen sowie elementare Haushaltsdaten zu erheben. Zain hat SIM-Karten zur Verfügung gestellt und Notfall-Rufnummern eingeführt, um den Zugang zum Gesundheitswesen und Rettungsdiensten zu verbessern.
Zu den Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung gehört eine neuer kostenloser Telefondienst, der bei medizinischen Notfällen genutzt werden kann, damit Patienten schnell und problemlos medizinisches Personal erreichen können. Andere Initiativen beinhalten eine mobile Anwendung, mit der Mitarbeiter des Gesundheitswesens geschult werden können, sowie Anwendungen, die wichtige Gesundheitsinformationen aus den Haushalten erfassen.
Weitere Informationen für Journalisten
Dertu liegt im Norden des Landes Kenia, etwa 100 Kilometer nördlich von Garissa, nahe der somalischen Grenze. Es erstreckt sich über eine Fläche von 750 Quadratkilometern und wird von etwas mehr als 5.200 Menschen bewohnt, hauptsächlich Hirten und Nomaden.
Die Ruhiira genannte Ansammlung von Millennium Villages in Uganda verteilt sich südlich von Mbarara auf einer Fläche von 338 Quadratkilometer und wird von mehr als 43.000 Menschen bewohnt. Durch die hügelige Gegend und die schlechten Straßenverhältnisse sowie das nur notdürftig ausgebaute Kommunikationssystem ist Ruhiira für Transporte besonders schlecht zu erreichen.
Die Ansiedlung Mbola in Tansania besteht aus etwa 20 Gemeinden, die sich auf 700 Quadratkilometern verteilen und insgesamt 30.000 Bewohner beherbergen. Sie befindet sich im Uyui-Distrikt im westlichen Tansania. Die nächste größere Stadt, Tabora, ist 36 Kilometer entfernt.
Fotos finden Sie unter:
www.ericsson.com/ericsson/press/photos/millennium_vilages.shtml
Weitere Informationen zum Thema unter:
Ericsson und Columbia University arbeiten beim Millenium Villages-Projekt zusammen
www.ericsson.com/de/presse/news/archiv/2007/q3/0910_millenium_villages_projekt.shtml
Ericsson announces delivery of first telecom services to Millennium Village in Rwanda
www.ericsson.com/ericsson/press/releases/20071029-1163745.shtml