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Presse - Information: 26. Juni 2008
Ericsson präsentiert Lösungen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Im Rahmen der Forschungsinitiative "Aktiv" erarbeitet Ericsson (NASDAQ: ERIC) zusammen mit einer Reihe weiterer Unternehmen aus der Automobil- und Mobilfunkbranche zukunftsweisende Technologien, die den Straßenverkehr der Zukunft sicherer und effizienter gestalten werden. Die bisherigen Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten, die noch bis Anfang 2009 fortgeführt werden, hat Ericsson im Rahmen einer Meilensteinpräsentation am 25. Juni 2008 in Bergisch Gladbach vorgestellt.


Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu über 300.000 Verkehrsunfällen mit Personenschäden. In vielen Fällen ist eine der Verkehrssituation nicht angepasste Geschwindigkeit die Unfallursache. Eine beträchtliche Anzahl von Unfällen mit Personenschaden wird durch Fahrbahnglätte verursacht – sei es in Folge von Regen, Eis oder Schneefall. Durch rechtzeitige Warnungen könnten viele Unfälle verhindert werden. Die Forschungsinitiative "Aktiv", an der Ericsson maßgeblich beteiligt ist, hat sich zum Ziel gesetzt, die Verkehrssicherheit durch Einsatz intelligenter Technologien zu erhöhen.

Aktiv steht für "Adaptive und Kooperative Technologien für den Intelligenten Verkehr". Die Forschungsinitiative wurde im Jahr 2006 ins Leben gerufen und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt. Sie hat zum Ziel, Lösungen zu erarbeiten, die den Verkehr der Zukunft sicherer und flüssiger gestalten.

Ericsson leitet das Forschungsprojekt "Cooperative Cars", neben "Verkehrsmanagement" und "Aktive Sicherheit" eines der drei Forschungsprojekte der Initiative. Hier geht es vor allem um die Kommunikation zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern sowie zwischen den Fahrzeugen und der sie umgebenden Infrastruktur. Für die zukünftige Verkehrsplanung in einer immer mobileren Welt kommt diesem Bereich eine besonders hohe Bedeutung zu.

Durch kooperative Fahrzeuganwendungen, die eine optimale Abstimmung zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern und den Umgebungsbedingungen zum Ziel haben, lässt sich der Verkehrsfluss nicht nur deutlich sicherer, sondern auch wesentlich reibungsloser gestalten. Ein Beispiel wäre etwa ein plötzlich auftretender Stau oder eine Glatteisstelle, die über das Mobilfunknetz lokalisiert und nachfolgenden PKWs automatisch signalisiert würden, so dass diese Fahrer ihre Geschwindigkeit rechtzeitig drosseln können.

Um solche kooperativen Verkehrstechniken realisieren zu können, müssen für diese Anwendungen keine neuartigen Kommunikationsinfrastrukturen entwickelt und implementiert werden. Schon heute bestehen deutschland- und europaweit praktisch flächendeckende Mobilfunknetze. Da die Netze hervorragend ausgebaut sind, kann auch vom Start weg von einer nahezu hundertprozentigen Verfügbarkeit der Dienste ausgegangen werden.

Ericsson zeigte auf der Aktiv Meilensteinpräsentation in Bergisch Gladbach unter anderem ein System, bei dem nachfolgende Fahrzeuge automatisch gewarnt werden, sobald eines der vorausfahrenden Fahrzeuge die Warnblinkanlage aktiviert. Damit lassen sich zum Beispiel viele Staus, die durch Schreckbremsungen einzelner Verkehrsteilnehmer entstehen, von vorneherein vermeiden. Bei einer anderen Lösung, die nachhaltig zur Verkehrssicherheit beitragen kann, empfangen Verkehrsteilnehmer bereits lange vor Sicht- oder Hörkontakt eine entsprechende Meldung, wenn sich von hinten Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Polizei oder Rettungsdiensten nähern. Natürlich sind noch eine ganze Reihe weiterer Anwendungen denkbar.

Guido Gehlen, Projektleiter Cooperative Cars und Senior Research Engineer bei Ericsson: "Durch die Vernetzung von Fahrzeugen mittels Mobilfunk lässt sich eine deutliche Steigerung der Verkehrssicherheit und eine Verbesserung des Verkehrsflusses erreichen. Durch Kommunikation im UMTS-, HSPA- oder im zukünftigen LTE-Netz stehen den Fahrzeugsystemen und Fahrern Warnmeldungen und Daten anderer Fahrzeuge stets sehr schnell zur Verfügung. Durch den Einsatz von innovativen MBMS-Diensten (Multimedia Broadcast Multicast Service) ist es zudem möglich, sehr viele Teilnehmer bei nur geringer Netzbeanspruchung mit verkehrsrelevanten Informationen zu versorgen."

Das Projekt Cooperative Cars wird unter der Projektleitung der Ericsson GmbH durchgeführt. Daneben arbeiten in diesem Forschungsprojekt die Unternehmen Vodafone Group R&D Germany, Volkswagen AG, MAN Nutzfahrzeuge AG und die Daimler AG mit.

Hinweis für Journalisten
Allgemeines TV Footage Material sowie Photos in Print-Qualität und Multimedia Content finden Sie unter: www.ericsson.com/broadcast_room

 
Ericsson ist der weltweit führende Lieferant von Technologien und Services für die Betreiber von Telekommunikationsnetzen und Marktführer in den 2G- und 3G-Mobilfunktechnologien. Das Unternehmen liefert Kommunikationsdienste und betreibt im Kundenauftrag Netzwerke, die über 195 Millionen Teilnehmer versorgen. Das Angebot umfasst mobile und festnetzbasierte Infrastrukturen sowie Breitband- und Multimedialösungen für Netzbetreiber, Unternehmen und Entwickler. Verbraucher beliefert das Gemeinschaftsunternehmen Sony Ericsson mit hochwertigen mobilen Endgeräten.

Ericsson verfolgt seine Vision der "Kommunikation für alle" durch Innovation, Technologie und nachhaltige geschäftliche Lösungen. 2007 erwirtschafteten mehr als 70.000 Mitarbeiter in 175 Ländern einen Umsatz von 27,9 Milliarden US-Dollar (SEK 188 Milliarden). Das Unternehmen wurde 1876 gegründet, der Hauptsitz befindet sich in Stockholm, Schweden. Die Aktie von Ericsson ist an der Börse OMX Nordic Exchange in Stockholm sowie an der NASDAQ gelistet.

Weitere Informationen finden Sie auf www.ericsson.com oder www.ericsson.mobi.

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