Ericsson zeigt Mobile IP-Centrex und Videolösungen auf dem Vodafone Breitband-Tag in Würzburg
Ericsson demonstriert im Rahmen des Vodafone Breitband-Tages in Würzburg mobile Lösungen wie IP-Centrex und Videostreaming für Privat- und Geschäftskunden. Mit HSPA bietet das mobile Breitband schon heute alle Voraussetzungen, um die Effizienz bei geschäftlichen Abläufen zu steigern und neue nützliche Anwendungen für den Endverbraucher zu ermöglichen. Mit dem Zusammenwachsen von Festnetz- und Mobilfunk wird sich dieser Trend in den kommenden Jahren noch beschleunigen, wie Ericssons IP Centrex Demonstration in Würzburg beweist, die auf IMS (IP-Multimedia Subsystem) läuft. Würzburg ist Pilotstadt für neueste Netztechnologien und Anwendungen von Vodafone in Deutschland.
Bandbreiten von bis zu 7,2 Mbit/s im Downlink und bis zu 1,4 Mbit/s im Uplink, wie sie das von Ericsson gelieferte Vodafone-Netz in Würzburg schon heute ermöglicht – noch in diesem Jahr werden daraus bis zu 14,4 Mbit/s im Downlink und bis zu 5,8 Mbit/s im Uplink – bieten ideale Voraussetzungen für neue Datendienste für Geschäfts- und Privatkunden. Nach dem großen Erfolg von HSPA-Datenkarten und USB-Modems für Notebooks kommen jetzt nicht nur immer mehr Handys mit dem HSPA-Datenturbo auf den Markt: Mit Lenovo, Dell und Toshiba haben zudem schon drei der führenden Hersteller Notebooks mit integrierten HSPA-Breitbandmodulen von Ericsson angekündigt.
IP-Centrex wird mobil
In Würzburg zeigen Vodafone, Ericsson und Arcor einige Anwendungen, die sich schon heute in den modernen Netzen realisieren lassen. Kleine und mittelständische Unternehmen mit verteilten Standorten können beispielsweise auf eine eigene lokale Telefonanlage verzichten und deren Funktionalitäten über eine virtuelle Lösung eines Service Providers oder Netzbetreibers nutzen. Vorteil der IMS-basierten Lösung von Ericsson: Die Kosten für Anschaffung, Installation und Wartung einer lokalen Telefonanlage entfallen. Die kostengünstige Lösung kann außerdem so dimensioniert werden, dass sie organisch mit der Mitarbeiterzahl wächst.
Am Benutzerkomfort ändert sich gegenüber einer klassischen Telefonanlage wenig. Bei Ericssons IP-Centrex Lösungen können Geschäftskunden sogar ihr Handy – unabhängig von welchem Hersteller es stammt – zur voll-integrierten Nebenstelle im Firmennetz machen. Leistungsmerkmale wie Anrufweiterleitung und Mailboxfunktionen stehen so auch mobil zur Verfügung. Chef/Sekretär-Funktionen erlauben es Assistenten, ihre Chefs auch unterwegs auf dem Handy zu unterstützen - als wäre er im Büro. Mitarbeiter bleiben unter derselben Nebenstellennummer sowohl auf dem Bürotelefon als auch am Handy erreichbar. Die Kosten bleiben dabei überschaubar, egal ob der Mitarbeiter im Büro oder auf dem Weg zum Meeting das Gespräch annimmt. Ericssons IP-Centrex Lösung ist zukunftssicher, da sie im IMS-Core-Netzwerk von Vodafone integriert ist. Vodafone ist einer von zur Zeit zwei deutschen IMS- Kunden von Ericsson.
Mobile Videoüberwachung
Eine weitere Anwendung, die Ericsson im Vodafone HSPA-Netz in Würzburg demonstriert, ist die Videoüberwachung. Dabei lassen sich handelsübliche Webcams per Handy oder PC in Echtzeit abrufen und steuern. Die Kamera wird über eine eigene IP-Adresse angesprochen. Das geschieht in der Demonstration mit Sony Ericsson W910 Mobiltelefonen. Die Kamera selbst kann - wie in Würzburg - entweder über Ethernet oder WLAN an ein DSL-Modem oder an ein Fixed to Wireless Terminal angeschlossen werden. In Zukunft ist aber auch denkbar, dass ein HSPA-Breitbandmodul in der Kamera integriert ist.
Sinnvolle Anwendungen: Im Urlaub können Anwender von Zeit zu Zeit auf dem Handy nachschauen, ob zu Hause alles in Ordnung ist. Sicherheitsdienste können damit auch von unterwegs Objekte überwachen. Kombiniert man diese Lösung mit einer Alarmfunktion, wird der Nutzer in Zukunft in Echtzeit auf dem Handy informiert, wenn Gefahr im Verzug ist. In Würzburg wird ein Raum in der Residenz Würzburg, dem Veranstaltungsort, sowie ein weiterer Raum im Vodafone Multivendor Testcenter in Düsseldorf auf diese Weise überwacht.
Ausblick
In Würzburg zeigen Ericsson, Vodafone und Arcor eindrucksvoll, welche Vorteile das Konzept „Breitband überall“ bietet. Und das ist erst der Anfang: Im Festnetz werden VDSL2 und Glasfaserinfrastrukturen enorme Kapazitäts- und Geschwindigkeitszuwächse bringen; im Mobilfunk die weiteren Ausbaustufen von HSPA und die neue Funktechnologie LTE (Long Term Evolution). Ericssons HSPA-Netztechnologie unterstützt heute schon Datenraten von bis zu 14,4 Mbit/s im Downlink, erste Endgeräte mit dieser Leistung kommen in Kürze auf den Markt. Mit der nächsten Ausbaustufe HSPA Evolved wird das Downlinktempo auf bis zu 28,8 Mbit/s gesteigert. Danach lassen sich dann Datenraten bis zu 42,2 Mbit/s im Downlink und bis zu 12 Mbit/s im Uplink realisieren. Doch auch mit diesen Bandbreiten, die das Tempo fortschrittlicher Breitbandtechnologien im Festnetz erreichen, ist noch nicht Schluss. In der letzten HSPA-Ausbaustufe sollen ebenso wie mit der ersten Generation von LTE bis zu 160 Mbit/s im Downlink möglich werden.