Ericsson gründet Innovation Center für mobile Anwendungen in Afrika
Ericsson (NASDAQ: ERIC) plant die Eröffnung eines neuen Innovation Centers in Afrika. Bei den mobilen Anwendungen, die hier entwickelt werden, stehen vor allem die Bedürfnisse der armen und ländlichen Bevölkerung im Mittelpunkt. Das neue Innovation Center wird sich insbesondere auf Lösungen für den Gesundheitsbereich, das Erziehungswesen, die Landwirtschaft und auf Lösungen für Kleinunternehmen konzentrieren. Bei der Eröffnung der neuen Einrichtung handelt es sich um einen weiteren Schritt im Rahmen der Anstrengungen von Ericsson, die dabei helfen sollen, die Ziele des Millennium-Projektes zu erreichen.
Das Innovation Center von Ericsson umfasst drei Standorte, die in Nigeria, Südafrika und Kenia liegen werden. Zunächst wird sich das Innovation-Center auf mobile Anwendungen konzentrieren, die - wie zum Beispiel mobile Gesundheitsdienste - unmittelbare Vorteile versprechen. Diese neuen Lösungen sollen es zum Beispiel ermöglichen, Informationen, insbesondere über Geburten, Sterbefällen und Epidemien, zu erfassen, zu überwachen und zugänglich zu machen. Außerdem wird beabsichtigt, mobile Anwendungen zur Verfügung zu stellen, die es Mitarbeitern im Gesundheitswesen erleichtern, bei der täglichen Arbeit die richtigen Entscheidungen zu treffen. Weitere Anwendungen zielen auf das Erziehungswesen, die Landwirtschaft, die wirtschaftliche Entwicklung, das Finanzwesen, Behördendienstleistungen und allgemeine Verbesserungen im Kommunikationswesen.
Darüber hinaus soll das Innovation Center Netzbetreiber dabei unterstützen, in Afrika und anderen Schwellenländern mobile Breitbanddienste einzuführen und auszubauen. In diesem Kontext wird ein Schwerpunkt auf die Entwicklung kostengünstiger und nachhaltiger Anwendungen und Dienste für ländliche Gemeinden gelegt.
Jan Embro, President von Ericsson in den Sub-Sahara Ländern Afrikas: "Die mobile Kommunikation besitzt das Potenzial, die Bedingungen der Menschen in den Entwicklungsländern entscheidend zu verbessern. Sie hilft nicht nur, vor allem in ländlichen Gegenden, die Knappheit von Ressourcen auszugleichen. Sie schafft auch Zugang zu einer Reihe wichtiger Dienste, etwa im Erziehungs- und Gesundheitsbereich.
Mehr als 90 Prozent aller neuen Mobilfunkteilnehmer kommen aus den Schwellenländern. Das Innovation Center arbeitet darauf hin, nachhaltige Geschäftsmodelle und Anwendungen zu entwickeln, die für Afrika und andere Schwellenmärkte von Bedeutung sind. Dabei wird das Innovation Center auf den Einsatz von lokalem Fachwissen setzen."
Im Jahre 2007 waren in Afrika mehr als 80 Millionen neue Mobilfunkteilnehmer zu verzeichnen, das entspricht einer Wachstumsrate von über 40 Prozent. Durch die steigende Zahl von Mobilfunkanschlüssen steigt die Wirtschaftstätigkeit: Neuste Studien zeigen, dass die steigende Zahl von Mobilfunkteilnehmern zu einem ein- bis fünfprozentigen Anstieg des Bruttoinlandsprodukt (BIP) eines Landes führen kann.
Das Innovation Center profitiert nicht nur von den Erfahrungen, die Ericsson bei der Unterstützung des Millenium-Projektes der Vereinten Nationen gewonnen hat. Auch Erkenntnisse, die bei der Durchführung des Gramjyoti- und Alokito Bangladesh-Projekt gewonnen wurden, fließen hier ein. Ziel des Gramjyoti-Projektes war es, ländlichen Gemeinden in Indien eine Reihe von Diensten zugänglich zu machen, unter anderem Telemedizin, M-Learning und M-Governance. Im Rahmen des Alokito Bangladesh-Projektes wurde die Hauptstadtregion Dhaka mit High-Speed-Internetzugängen versorgt, was ein mobiles Bildungsangebot und eine verbesserte Gesundheitsversorgung ermöglicht.