Basisstationen mit zwei oder mehreren Frequenzkanälen sind derzeit in WCDMA/HSPA-Netzen auf der ganzen Welt im Einsatz. Heutige HSPA-Endgeräte können allerdings nur einen 5 MHz-Kanal nutzen. Mit der Einführung von Multi-Carrier-Endgeräten lassen sich Daten von zwei oder mehr 5 MHz-Kanälen gleichzeitig empfangen. Im ersten Schritt werden beim Multi-Carrier-Konzept zwei Frequenzkanäle für den Downlink genutzt, was die maximal verfügbare Datenrate im gesamten Versorgungsgebiet, also auch an den Randbereichen von Funkzellen, verdoppelt.
Die Multi-Carrier-Technologie kann in allen Ericsson-Basisstationen, die zwei oder mehr Frequenzkanäle nutzen, über ein Software-Update eingeführt werden. Single-Carrier, Multi-Carrier- und MIMO-Anwender können dieselben Frequenzkanäle gleichzeitig nutzen, was eine sanfte Einführung der Multi-Carrier-Technologie und MIMO (Multiple-Input-Multiple-Output) in bestehende Netze ermöglicht.
Diese Verbesserung wurde vom 3rd Generation Partnership Project (3GPP) standardisiert. Ericsson arbeitet mit allen größeren Herstellern von Chipsets und Endgeräten zusammmen, um diese Technologie einzuführen.
Weitere Evolutionsstufen von HSPA können aus Multi-Carrier-Konfigurationen mit vier Frequenzkanälen in Verbindung mit MIMO--Antennentechnolgie bestehen. Durch die Verbindung dieser Technologien werden Downlinkraten von 168 Mbit/s möglich.
42 Mbit/s ist die höchstmögliche Downlinkgeschwindigkeit. Die tatsächlich nutzbaren Datenraten für die Anwender können niedriger sein, da sie von den jeweiligen Bedingungen im Netz - wie zum Beispiel Verkehrsdichte, Abstand zur Funkzelle und anderen Faktoren - abhängen.