Arbeiten heute noch rund 700 Mitarbeiter am Eurolab - unter anderem in der Entwicklung von Festnetz-Vermittlungstechnik und Mobilfunkvermittlungstechnik - sollen es im Jahre 2014 noch 500 Entwickler sein. Grund: die Anzahl der Plattformen, die in der Telekommunikationsindustrie entwickelt werden, nimmt auf Grund der Umstellung auf IP ab, ältere Produkte werden ab 2010 nicht mehr weiterentwickelt. Hinzu kommt, dass Stellen wegfallen können, weil sich Arbeitsweisen in der Entwicklung ändern.
Peter Engelmann, Leiter des Eurolab: „In Zukunft wollen wir neben der Entwicklung an den Kernnetzen im Mobilfunk (MSS), für die das Eurolab weltweit verantwortlich bleibt, verstärkt in neue Bereiche wie die Entwicklung von Next Generation All-IP Netzen und Cloud Computing investieren. Hierfür brauchen wir teilweise andere Kompetenzen als wir sie bislang im Unternehmen haben. Gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern werden wir in den kommenden Monaten besprechen, wie wir den Standort über das Jahr 2014 hinaus konkurrenzfähig halten.“
Der mit der Reorganisation verbundene Stellenabbau soll in den nächsten vier Jahren weitgehend sozialverträglich geschehen. Eine Verlagerung von Entwicklungsaktivitäten aus dem Eurolab in kostengünstigere Standorte in Osteuropa oder Asien ist in diesem Zusammenhang nicht geplant.
Das Ericsson Eurolab in Aachen und Herzogenrath wurde 1990 im Zuge des Aufbaus des weltweit ersten GSM-Mobilfunknetzes durch Ericsson gegründet. Es unterhält vielfältige Partnerschaften mit Universitäten und Forschungsaktivitäten wie der RWTH in Aachen und ist im Konzern auch maßgeblich für die Standardisierung unter anderem von WCDMA und LTE. Rund 1000 Patente sind seit 1990 hier entwickelt worden.