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Presse-Information 
Presse - Information: 7. Oktober 2009
Ericsson plant Umbau des Forschungs- und Entwicklungsstandortes Eurolab
   
Ericsson plant, den deutschen Entwicklungsstandort Eurolab in Aachen und Herzogenrath zu reorganisieren, um ihn auch über das Jahr 2014 als eines der führenden Kompetenzzentren im Konzern zu behalten. Hintergrund sind die beschlossenen Effizienzsteigerungen in Forschung und Entwicklung, die der Konzern im Rahmen seiner Kostensparmaßnahmen im Februar 2009 bekannt gegeben hat, sowie veränderte Marktbedingungen.

Arbeiten heute noch rund 700 Mitarbeiter am Eurolab - unter anderem in der Entwicklung von Festnetz-Vermittlungstechnik und Mobilfunkvermittlungstechnik - sollen es im Jahre 2014 noch 500 Entwickler sein. Grund: die Anzahl der Plattformen, die in der Telekommunikationsindustrie entwickelt werden, nimmt auf Grund der Umstellung auf IP ab, ältere Produkte werden ab 2010 nicht mehr weiterentwickelt. Hinzu kommt, dass Stellen wegfallen können, weil sich Arbeitsweisen in der Entwicklung ändern.
 

Peter Engelmann, Leiter des Eurolab: „In Zukunft wollen wir neben der Entwicklung an den Kernnetzen im Mobilfunk (MSS), für die das Eurolab weltweit verantwortlich bleibt, verstärkt in neue Bereiche wie die Entwicklung von Next Generation All-IP Netzen und Cloud Computing investieren. Hierfür brauchen wir teilweise andere Kompetenzen als wir sie bislang im Unternehmen haben. Gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern werden wir in den kommenden Monaten besprechen, wie wir den Standort über das Jahr 2014 hinaus konkurrenzfähig halten.“
  

Der mit der Reorganisation verbundene Stellenabbau soll in den nächsten vier Jahren weitgehend sozialverträglich geschehen. Eine Verlagerung von Entwicklungsaktivitäten aus dem Eurolab in kostengünstigere Standorte in Osteuropa oder Asien ist in diesem Zusammenhang nicht geplant.
  

Das Ericsson Eurolab in Aachen und Herzogenrath wurde 1990 im Zuge des Aufbaus des weltweit ersten GSM-Mobilfunknetzes durch Ericsson gegründet. Es unterhält vielfältige Partnerschaften mit Universitäten und Forschungsaktivitäten wie der RWTH in Aachen und ist im Konzern auch maßgeblich für die Standardisierung unter anderem von WCDMA und LTE. Rund 1000 Patente sind seit 1990 hier entwickelt worden.
  
 

Ericsson ist der weltweit führende Anbieter von Technologien und Dienstleistungen für die Betreiber von Telekommunikationsnetzen. Das Unternehmen ist führend bei 2G-, 3G- und 4G-Mobilfunktechnologien und bei Managed Services. Ericsson unterstützt Netzwerke, die mehr als eine Milliarde Teilnehmer versorgen. Das Angebot umfasst mobile und festnetzbasierte Infrastrukturen, Telekommunikationsservices, Software sowie Breitband- und Multimedialösungen für Netzbetreiber, Unternehmen und die Medienbranche. Die Gemeinschaftsunternehmen Sony Ericsson und ST-Ericsson liefern hochwertige mobile Produkte für Verbraucher.
  
Ericsson treibt seine Vision, eine Welt umfassender Kommunikation maßgeblich zu bestimmen, durch Innovation, Technologie und nachhaltige Geschäftslösungen voran. 2008 erwirtschafteten über 75.000 Mitarbeiter in 175 Ländern einen Umsatz von 209 Milliarden SEK (32,2 Milliarden US-Dollar). Das Unternehmen wurde 1876 gegründet. Der Hauptsitz befindet sich in Stockholm, Schweden. Die Aktie von Ericsson ist an der Börse OMX NASDAQ in Stockholm und an der NASDAQ in New York gelistet.

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