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Ericsson in Österreich 
Ericsson in Österreich
Ericsson in Österreich
1872  gründeten Wilhelm Deckert & Eduard Homolka ein Unternehmen für "Schwachstromtechnische Geräte und Anlagen" in Wien.
 
1876gründete Lars Magnus Ericsson "Mekanisk Repairshop for Telegraphs" in Stockholm.
 
1908waren bei "Deckert & Homolka" 1000 Mitarbeiter und bei "Ericsson" 1500 Mitarbeiter in Schweden sowie 3000 in Rußland beschäftigt. Es folgte ein Kooperationsvertrag zwischen "Deckert & Homolka" und "Ericsson".
 
1911erwarb Ericsson Firmenanteile an Deckert & Homolka Wien und Budapest. Es folgte die Gründung der "Ericsson Österreichische Elektrizitäts AG" mit einem Grundkapital von zwei Millionen österr. Kronen.
 
1913entstand der Neubau der "Ericsson Österreichischen Elektrizitäts AG" in der Pottendorfer Straße 23 in 1120 Wien.
 
1919gründete Baurat Dr. Eduard Schrack in Wien Währing eine Produktionsstätte für seine Radioröhre "Tritoron". Er erwarb die Zeiss-Fabrik am Wiener Flötzersteig, wo er Rundfunkempfänger entwickelte und produzierte. Er galt als Begründer der österreichischen Rundfunkindustrie.
 
1928beschäftigten die "Radiowerke E. Schrack" 250 Mitarbeiter und besaßen 55 Spezialmaschinen zur Serienfertigung der mittlerweile 20 verschiedenen Radioapparate ihres Gründers.
 
1939kaufte Dr. Eduard Schrack Aktien von Ericsson und gründete die Firma "Schrack-Ericsson", welche für die Entwicklung und Erzeugung von Telefonanlagen zuständig war. Zu dieser Zeit war Dr. Eduard Schrack Alleinvorstand und die Mitarbeiterzahl lag bei 1700.
 
1948erfolgte die Umbenennung von Schrack-Ericsson in "Schrack Elektrizitäts AG". Die Produktpalette umfaßte elektronische Geräte wie Schutzschalter, Sicherungsautomaten in Flachbauweise und Installationsverteilersysteme in Baukastenform sowie Telefonapparate und Vermittlungssysteme.
 
1952trat E. Harald Schrack in das Unternehmen ein. Mit der Konsolidierung des Unternehmens nach dem 2. Weltkrieg wurde der Kontakt mit der österreichischen Postverwaltung immer enger.
 
1962wurde E. Harald Schrack Mitglied des Vorstandes. Stöpsel- und Drehwähler-Vermittlungssysteme wurden durch automatische, relaisgesteuerte Systeme ersetzt und es entstanden die ersten vollautomatischen, tastengesteuerten Hotelvermittlungssysteme.
 
1968erfolgte der erste Schritt in die Vollelektronik mit dem elektronischen Lichtrufsystem für Krankenhäuser.
 
1971übergab Dr. Eduard Schrack das Familienimperium an seinen Sohn E. Harald Schrack, der den Übergang von der Elektromechanik zur Elektrotechnik forcierte.
 
1978begann eine neue Zusammenarbeit mit Ericsson.
 
1980erfolgte eine weitere Namensänderung in "Schrack Elektronik AG". Eine steigende Wachstumskurve bei der Elektronik- und Digitaltechnik und eine rasante Umsatzentwicklung im Telekommunikationsbereich waren zu verzeichnen. Es entstanden erste elektronische Nebenstellenanlagen (Wiener Städtische) und Telekommunikationsnetze (OMV). Start der digitalen öffentlichen Vermittlungstechnik OESD im Rahmen der Austria Telecom (Lizenz von Northern Telecom gemeinsam mit Kapsch AG).
 
1986Erste digitale Nebenstellenanlagen und Inbetriebnahme der ersten digitalen OESD.
 
1989übernahm die "Schrack Elektronik AG" die Holding-Funktion über die hundertprozentigen Töchter Telecom, Datacom, Components, Anlagentechnik und Aerospace.
 
1991beteiligte sich Ericsson mit 33,5 Prozent an Schrack. E. Harald Schrack schied aus dem Vorstand aus und widmete sich den ausgegliederten Tochterfirmen Components und Anlagentechnik. Die Schrack Telecom AG übernahm die Holding-Funktion über Datacom und Aerospace. Weiters bekam Ericsson Austria AG als erstes Unternehmen der Telekom-Branche die ISO9001-Zertifizierung verliehen.
 
1992erhöhte Ericsson die Beteiligung auf rund 50 Prozent.
 
1993übernahm Ericsson insgesamt rund 80 Prozent der Anteile, je 10 Prozent hielten die Creditanstalt und die Bank Austria, 0,4 Prozent waren im Streubesitz. Ericsson war bereits zum damaligen Zeitpunkt weltweit in über 100 Ländern tätig und erwirtschaftete mit 70.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 80 Milliarden Schilling. Schrack hatte rund 2000 Mitarbeiter und etwa 3 Milliarden Schilling Umsatz. DI Lars G. Josefsson wurde Generaldirektor und Vorstandsmitglied und Ing. Werner Kasztler sein Stellvertreter.
 
1994erfolgte eine weitere Namensänderung in "Ericsson Schrack AG". Der Geschäftsbereich Business Phone wurde in Österreich angesiedelt, die Produktion erfolgte im Werk Kindberg. "Schrack Seconet Sicherheits- und Rufsysteme" wurden ausgegliedert.
 
1995erfolgte die Ansiedlung des Entwicklungszentrums für drahtlose Telefonie nach dem internationalen DECT-Standard. Es entstand eine Konzernkompetenz für Zentral-Osteuropa (Market Operation Unit Central Europe). Schrack Aerospace und Mediacom (Studiotechnik) wurden ausgegliedert.
 
1996wurden die Anteile an der Austria Telecom abgegeben und es folgte eine Namensänderung auf "Ericsson Austria AG".
 
1997wurde der Austrian Quality Award an Ericsson Austria vergeben.
 
1998Ericsson erwirbt 99,8 Prozent der Aktienanteile an Ericsson Austria AG.
 
1999Management Buy Out der Geschäftstätigkeit für Unternehmens-kommunikationslösungen für die mittelständische Wirtschaft und Gründung der Vertriebspartnerfirma Ericsson Schrack BusinessCom für den indirekten Vertrieb der Ericsson Produkte. Management Buy Out der internationalen Vertriebs- sowie Forschungs- und Entwicklungstätigkeit auf dem Gebiet der Übertragungstechnik - Gründung der Ericsson AheadCom. Das Produktionswerk Kindberg wird an Dovatron (später Flextronics) verkauft
 
2000Im Zuge der Konzernstrategie für indirekten Vertrieb von Enterprise Systems wir das regional Office CEMEA (Central Europe Middle East & Africa) mit der Vertriebsverantwortung für mehr als 40 Länder in Wien angesiedelt.
 
2001Die weltweite Verantwortung für BusinessPhone wird durch die globale Product Unit "Enterprise Communication Systems" mit Kompetenzen für Forschung und Entwicklung des gesamten Standardprogramms für Unternehmens- Kommunikationslösungen in Wien wesentlich erweitert. Ericsson erhält zwei Großaufträge für UMTS Infrastruktur von Connect Austria und Mobilkom. Mit 1. September erfolgte der Zusammenschluss der Landesorganisationen Deutschland (D), Österreich (A), Schweiz (CH) und Liechtenstein zum Marketunit (MU) DACH. Die lokalen Firmen bleiben als selbständige Unternehmen in den jeweiligen ländern erhalten.
 
2002Die Gesellschaftsform der Ericsson Austria wird von AG auf GmbH geändert.
 
2003Das UMTS Netz der Mobilkom Austria nimmt als eines der ersten landesweiten 3G Netze in Europa den komerziellen Betrieb auf.
 
2004Verschmelzung der Ericsson Enterprise GmbH in die Ericsson Austria GmbH

Zusammenlegung der Market Unit Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein (DACH) und der Market Unit Benelux bestehend aus den Ländern Belgien, Niederlande und Luxemburg zur Market Unit Northern Europe.